Historische Slot Machines

Geschichte der Slot Machines

Von Charles Feys Liberty Bell bis zu den ersten deutschen Dreiwalzengeräten.

Die Geschichte der Slot Machines

Die Geschichte der Slot Machine beginnt mit Charles Fey, der Ende des 19. Jahrhunderts in San Francisco den berühmten Liberty Bell entwickelte. Seine Erfindung gilt als Ursprung der modernen Spielautomaten.

Charles Fey, der ursprünglich Karl Fey hieß, wanderte aus Süddeutschland in die Vereinigten Staaten aus. Seine mechanischen Dreiwalzengeräte wurden schnell zum Vorbild für viele spätere Spielautomaten. Nach Deutschland gelangten die ersten Dreiwalzengeräte ab 1928 als sogenannte Mint- oder Drops-Automaten. Da Geldgewinne nicht erlaubt waren, erhielten die Spieler ihren Gewinn in Form von Pfefferminz-Drops.


Roll A Tor
Roll A Tor
Hersteller: Watling Manufacturing Co., Chicago
Baujahr: um 1935
Gewinn: Pfefferminz-Drops

Auf der Frühjahrsmesse 1929 stellten Jentzsch & Meerz aus Leipzig die ersten in Deutschland produzierten Mintautomaten vor. In den folgenden Jahren wurden die Geräte ständig weiterentwickelt und erhielten zusätzliche Brems- und Titeleinrichtungen. Auch die Firma Schwarz & Coppel aus Leipzig präsentierte mit dem Rotary einen behördlich anerkannten Geschicklichkeitsautomaten ohne Warenausgabe.

Omega
Omega
Hersteller: Jentzsch & Meerz, Leipzig
Baujahr: 1931

Mit dem Modell Omega brachte Jentzsch & Meerz Anfang der 1930er Jahre einen der bekanntesten deutschen Dreiwalzenautomaten auf den Markt. Das Gerät zeichnete sich durch seine robuste Bauweise und seine zuverlässige Mechanik aus und entwickelte sich schnell zu einem erfolgreichen Modell.

Da Geldgewinne gesetzlich nicht erlaubt waren, wurden Gewinne weiterhin in Form von Pfefferminz-Drops oder ähnlichen Waren ausgegeben. Durch geschickte technische Lösungen gelang es den Herstellern dennoch, den Spielreiz kontinuierlich zu erhöhen.


Bis Anfang der 1950er Jahre dominierten Mint- und Warengewinnautomaten den deutschen Markt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Mit der Zulassung der ersten Geldspielautomaten begann eine völlig neue Epoche der Unterhaltungsautomaten in Deutschland. Viele technische Entwicklungen der frühen Dreiwalzengeräte wurden dabei für die späteren Geldspielautomaten übernommen.


Merkur
Merkur
Hersteller: Jentzsch & Meerz, Leipzig
Baujahr: Anfang der 1930er Jahre

Ein weiteres bekanntes Gerät war der Merkur. Auch dieses Modell besaß die typische Dreiwalzentechnik der damaligen Zeit und gehörte zu den beliebtesten deutschen Slot Machines vor dem Zweiten Weltkrieg. Die elegante Gestaltung des Gehäuses und die hochwertige Mechanik machen den Merkur heute zu einem begehrten Sammlerstück.

Die Geräte dieser Epoche bilden die Verbindung zwischen den frühen amerikanischen Slot Machines und den späteren deutschen Geldspielautomaten. Sie markieren einen wichtigen Abschnitt der technischen Entwicklung der Unterhaltungsautomaten.

Jennings Tic-Tac-Toe
Jennings Tic-Tac-Toe
Hersteller: O. D. Jennings & Company, Chicago
Baujahr: um 1956

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die amerikanischen Slot Machines technisch kontinuierlich weiter. Neue Walzensysteme, verbesserte Gewinnpläne und auffällige Gehäusedesigns sorgten dafür, dass diese Geräte weltweit große Popularität erlangten. Zu den bekanntesten Modellen dieser Zeit zählt die Jennings Tic-Tac-Toe, die heute zu den begehrtesten Sammlerstücken gehört.

Während sich die amerikanischen Slot Machines ständig weiterentwickelten, begann in Deutschland gleichzeitig die Erfolgsgeschichte der Geldspielautomaten, die sich technisch zunehmend von den klassischen Warengewinnautomaten lösten.


Fazit

Von Charles Feys legendärer Liberty Bell über die deutschen Mintautomaten bis zu den amerikanischen Dreiwalzengeräten erzählt die Geschichte der Slot Machines die Entwicklung einer Technik, die Generationen von Spielern begeisterte und die Grundlage der späteren Geldspielautomaten bildete.

Historische Slot Machines

Die klassischen Dreiwalzengeräte gehören heute zu den bedeutendsten Sammlerobjekten der Automatenwelt. Sie dokumentieren eindrucksvoll den Übergang von mechanischen Warengewinn-Automaten zu den späteren Geldspielautomaten und sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Automatengeschichte.